Moderne Kampfkunst in Sri Lanka

Ein Tor schließt nur aus äußeren Gehaben,
getrost auf eines Menschen innere Gabe

— William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter Quelle: »Perikles II«

Sri Lanka Yoga Budo

Das Gebiet der asiatischen Kampfsysteme ist unüberschaubar groß. Dennoch kann man sagen, dass sich die asiatischen Kampfsysteme in drei großen Kulturkreisen entwickelten: Im südostasiatischen Raum (Indien und Südostasien), in China und in Japan. Innerhalb dieser Kulturkreise sind die Kampfkünste meist miteinander verwandt.

Unter britischer Okkupation war diese Form der Kampfkunst, auch “Angam Pora” genannt, in Sri Lanka verboten. Heute darf sie wieder ausgeführt werden.  Angampora besitzt eine uralte Tradition. Jetzt läßt man sie wieder neu aufleben. Ist es doch mit die einzige Kampfkunst, welche neben Chinadi überhaupt ihre Wurzeln auf Sri Lanka hat.

Angampora ist eine, optimal auf den menschlichen Körper abgestimmte,  hocheffizente und sehr breit gefächerte Mischung aus Kampfkunst, (Selbstverteidigung), Heilkunst (im Westen besser bekannt als Ayurveda), Körper und Geistesübungen (besser bekannt als YOGA und Meditation).
Alte Angampora Meister gehen davon aus, dass alles was man für das Ausüben dieser Kampfkunst benötigt,
bereits in jedem von uns angelegt ist. Die richtige Grundhaltung, Ehrgeiz und kontinuierliches Training
können es ans Tageslicht (ins Bewusstsein) befördern.

 

 

CHINADI – DER URSPRUNG

Die Kampfkunst und der Wille, sich selbst zu verteidigen ist so alt wie die menschliche Geschichte.

So wie fast alle Länder ihre eigene Kampfkünste entwickelt haben, so ist in Sri Lanka – früher als Ceylon bekannt – das CHINADI System entstanden.

Damals wurde mit den traditionellen Waffen wie z.b. Speeren, Pfeil und Bogen vom Elefanten – oder Pferderücken aus oder natürlich auch Mann gegen Mann mit Schwertern und Stöcken, sowie Händen und Füßen gekämpft.

Im Laufe der Zeit wurden raffinierte Waffen ausgeklügelt und auch die Techniken der Hände und Füße wurden immer ausgereifter.

Damals nannte man diese Kampfkunst “Angampora” ,was soviel bedeutet wie “Kampf mit dem Körper”. Diese Kampfkunst wurde damals von Generation zu Generation innerhalb der Familien weitergegeben. Mit der Zeit wurde das Angampora immer weniger gelehrt. Zu dieser Zeit entwickelte sich aus dem Angampora und möglicherweise durch chinesische Einflüsse geprägt das Chinadi
CHINADI – DAS SYSTEM

Nachdem Sie nun einen kleinen Teil über den Ursprungs des CHINADI gelesen haben, erfahren sie hier etwas über das System des CHINADI.

Diese kompromisslose Kampfkunst wird durch ihre schnellen und geschmeidigen, sowie ihre harten als auch weichen Techniken geprägt.
In der Kampfsituation wird der gesamte Körper als Waffe eingesetzt.
Mehrere Verteidigungstechniken laufen praktisch synchron.

Durch die alte Lehrmethode wurden die Kämpfer gelehrt, den Kampf bis zur Vernichtung des Gegners durchzuführen.

Die Kämpfer lernten den Gebrauch sichtbarer und verdeckter Waffen .

Zu den sichtbaren Waffen gehörten z.B. lange Messer, Schwert oder Stock, zu den verdeckten Waffen gehören z.B. sehr kleine Messerarten, und spitze Gegenstände – zum Teil mit verschiedenen Giftarten versehen, sowie eine Art präparierter Metallgürtel der – im Kampf eingesetzt – aussah wie ein herumwirbelndes Schwert.
Als besondere `Spezialität` galten die Angriffe auf Nerven und Druckpunkte.

Weiterhin wurde eine besondere Art der Gymnastik, die Kräftigung der Muskulatur und die insbesondere Erhaltung der Gesundheit z.B. durch Meditation und Atemübungen ausgeübt.

In Sri Lanka gibt es nur einige wenige Lehrer, die diese Kampfkunst weitergeben.

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