Geografie

Sri Lanka – die Insel an der Südostspitze Indiens

Landkarte SüdasienSri Lanka ist eine Insel, deren Umriß einer Perle ähnelt, einem Tropfen gleich, der sich von der Südspitze Indiens gelöst hat. Der Inselstaat Sri Lanka umfasst die Hauptinsel Ceylon und 23 kleinere Inseln. Mit 65 610 km² ist Sri Lanka ein wenig kleiner als Bayern, dafür aber mehr als eineinhalb Mal so dicht besiedelt. Der Name des Landes, das bis 1972 nach der Hauptstadt Ceylon hieß, bedeutet auf singhalesisch „strahlend schönes Land“. Die Insel liegt nur wenig nördlich vom Äquator und somit in den Tropen.

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Amtlicher Name: Demokratische Sozialistische Republik Sri Lanka
Fläche: 65 610 km²
Einwohner: 19,9 Mio.  (1999: 18,64 Mio.)
Einwohnerdichte: 303 Ew./km² (1999: 284 EW./km²)
Stadtbevölkerung: 24%
Bevölkerung unter 15 Jahren: 27%
Analphabetenquote: 8%

Hauptstadt: Colombo
Verwaltungsgliederung: 9 Provinzen (Palat) und 25 Distrikte
Staatsform: Sozialistische präsidiale Republik
Staatsoberhaupt: Staatspräsident
Regierungschef: Ministerpräsident
Parlament: Nationalversammlung mit 225 für 6 Jahre gewählten Abgeordneten; 196 werden direkt gewählt, 29 Sitze werden nach Parteienproporz verteilt

Amtssprachen: Singhalesisch und Tamil
Religion: Buddhisten 69%, Hindus 16%, Moslems 8%, Christen 7%
Nationalfeiertag: 4. Feb.
Währung: 1 Sri-Lanka-Rupie = 100 Sri-Lanka-Cent ( Wechselkurs Stand Feb.2014 1€=~180 LKR)  Zeitverschiebung von Deutschland (Winterzeit):   +4.5 Stunden
Importgüter: Erdöl, Nahrungsmittel, sonstige Konsumgüter, Maschinen, Transportmittel, Kunstdünger
Exportgüter: Tee, Textilien, Kautschuk, Kopra, Kokosöl, Kakao, Graphit, Edelsteine, Erdölprodukte

Landesnatur: Zum größten Teil Tiefland, nur im Inneren zentrales Hochland
Klima: Tropisches feuchtheißes Klima
Höchster Punkt: Pidurutallagala 2524m

Adamsbrücke Ceylon liegt südöstlich der Südspitze des indischen Subkontinents im Indischen Ozean und ist vom Festland durch die nur höchstens 15m tiefe Palkstraße und den Golf von Mannar getrennt. Dazwischen liegt die Adamsbrücke, eine 86km lange Kette von Inseln, Korallenriffen und Sandbänken, die dem flachen Schelfsockel zwischen Indien und Ceylon aufgesetzt sind.

Die Hauptinsel mit ihrem birnenähnlichen Umriss misst in Nord-Süd-Erstreckung etwa 440km in Ost-West-Richtung an der breitesten Stelle ungefähr 225km.

Die Küsten der Hauptinsel werden im Westen, Norden und Osten von Nehrungen (ein schmaler, meistens sandiger Landstreifen, der einen flacheren Teil des Meeres vom offenen Wasser abtrennt), Lagunen und Sandstränden gesäumt.

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Batticaloa Lagoon, Batticaloa, Ostprovinz, Sri Lanka, ca. 22 km von Kaluvanchikudy

Im Süden ist eine Riaküste (Küstentyp mit einer schmalen und langen, tief in das Land eindringenden Meeresbucht) mit weit ins Land reichenden schlauchförmigen Buchten, im Nordosten eine Kliffküste ausgebildet.

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Beach Mount Lavinia – 11 km südlich von Colombo, Sri Lanka

Der südliche Teil Ceylons wird im Inneren von einem durch Rumpfflächen gegliederten Gebirge eingenommen, das im Pidurutalagala mit 2524m ü.M. seine größte Höhe erreicht. Das zentrale Bergland, dem an den Rändern mehrere Inselberge vorgelagert sind, wird allseits von Küstenebenen und Tiefländern umgeben, die im Norden, Nordosten und Nordwesten ausgedehnt, im Südosten und Osten sowie besonders im Westen und Süden dagegen auf einen schmalen, oft nur 20 km breiten Küstenstreifen beschränkt sind.

Sri Pada, Nuwara Eliya, Zentralprovinz, Sri Lanka

Sri Pada, Nuwara Eliya, Zentralprovinz, Sri Lanka (Peak Wilderness Sanctuary)

Nahezu die gesamte Insel ist aus örtlich über zwei Milliarden Jahre alten Grundgebirgsgesteinen aufgebaut. Lediglich der äußerst Nordwesten und Norden ist von tertiären Kalksteinen bedeckt und teilweise verkarstet. Alle größeren Flüsse entspringen im zentralen Hochland – der längste ist der Mahaweli mit 332 km.

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Lions Rock – Sigiriya – Sri Lanka

 

 

 

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Lions Rock – top palace – Sigiriya

 

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Lions Rock Ruins – Sigiriya

 

Interessante Artikel zu Sri Lanka:   Erdbeben, Zyklone und Tsunamis:

  1. Sri Lanka will mehr für die Erdbebensicherheit tun – Publiziert am 24. Oktober 2012 Bislang bestand die größte Gefahr, die von einem Erdbeben ausging, wohl in der Flutwelle, die auf die Küsten Sri Lankas zurollte. So forderte ein Tsunami im Jahr 2004 etwa 35.000 Tote, nachdem es ein Erdbeben im indischen Ozean gegeben hatte.Erdbeben auf der Insel waren bislang so gut wie folgenlos überstanden worden. Die Katastrophenschutzbehörde hat nun bekannt gegeben, dass man in Zukunft nicht davon ausgehen dürfe, dass Sri Lanka von schweren Erdbeben verschont werden würde. Dementsprechend wurde ein Ausschuss gebildet, der sich damit beschäftigen soll, wie man Gebäude in Zukunft erdbebensicherer bauen kann. Ganzer Artikel auf: Sri Lanka will mehr für die Erdbebensicherheit tun.