Bedrohte Flora und Fauna

Typisch tropisch ist auch die üppige Vegetation. Der immergrüne tropische Regenwald, der einst weite teile des Südens und Südwestens bedeckt hat, wie auch die Berg- und Nebelwälder der Feuchtzone sind größtenteils der Landnutzung zum Opfer gefallen. Ihr natürliches Pflanzenkleid wurde durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung erheblich verkleinert und nur noch auf Überreste, oft nur in Naturschutzgebieten, zurückgedrängt.

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Tropische Urwälder mit Farn- und Baumriesen, Teak- und Ebenholz, Lianen, Kakteen und Rhododendren bedecken nur noch die unwegsamen Bergregionen. Der letzte ursprüngliche Regenwald ist das Waldgebiet von Sinharaja im Bergland von Sabaragamuwa im Südwesten der Insel. Stattdessen ist ein als „Dschungel“ bezeichneter Buschwald über große Teile im östlichen Sri Lanka anzutreffen, der oft von weiten Grasländern durchsetzt ist. Die teilweise Laub abwerfenden Monsunwälder sowie die schütteren Trockenwälder und die Dornbuschsavannen der Trockengebiete im Südosten und Nordwesten stellen keine ursprüngliche Vegetation mehr da.

Gekrönt wird das reiche und vielfältige Pflanzenkleid durch unzählige Blumen und Blüten, besonders durch die vielen leuchtenden und strahlenden Orchideenarten.

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Vielfalt und Fremdartigkeit prägen auch die Tierwelt. Am eindrucksvollsten offenbart sie sich in den zahlreichen Schutzgebieten oder den Nationalparks Yala und Wilpattu. Dort leben von menschlichen Eingriffen ungestört Affen, Axis-, Muntjak- und Sambarhirsche, Mungos, Warane, Schildkröten und eine Vogelwelt (rund 400 Arten), die in ihrem Artenreichtum und ihrer Farbenpracht mit der Pflanzenwelt vergleichbar ist.

Der einst artenreiche Wildtierbestand Sri Lankas ist stark bedroht. Er umfasst neben Leoparden, Zibetkatzen eine Elefantenpopulation von nur noch knapp 3000 Tieren – sie gelten als heilig und stehen unter strengem Schutz.  Zu den zahlreichen Reptilienarten zählen das bis zu 5m lange Sumpfkrokodil, die Leierkopfagame, die ausschließlich in den Bergwäldern Ceylons vorkommt, sowie mehrere Dutzend Schlangenarten, darunter auch einige Giftschlangen.

Der Elefant ist darüber hinaus aus dem Alltagsleben der Insel als Arbeits- und Haustier neben dem Wasserbüffel nicht mehr fortzudenken.

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