Wirtschaft

  Landwirtschaft: Die Wirtschaft Sri Lankas beruht auf der Landwirtschaft. Reis ist seit jeher das wichtigste Anbauprodukt und Hauptnahrungsmittel. Schon seit frühen, vorchristlichen Zeiten hatten die Könige auf Sri Lanka ein kluges und raffiniertes Stauteich-System entwickelt. Dabei dienen Erdmulden als Speicherbecken für die Monsunregen. Solche zahlreichen "Wewas" und "Kulams", wie die Stauteiche heißen, sowie die oft viel Kilometer langen Kanäle beweisen eine hohe Wasserbautechnik der alten Könige. Heute knüpft Sri Lanka an die hohe Bewässerungskultur jener Zeit an: Bei dem Mahaweli-Projekt wird der größte Strom der Insel an drei Stellen im Mittellauf gestaut und die Stauwasser für die Reisbewässerung und Stromgewinnung genutzt. Zu den Grundlagen der Landwirtschaft gehören die drei Plantagenprodukte Tee, Kautschuk und Kokosnüsse. Wichtigstes Exportprodukt ist der Tee - bereits 1995 betrug der Exportanteil der Insel 23% des weltweiten Teeexports und lag damit schon vor Kenia (22%). Von dem Briten James Taylor nach Sri Lanka eingeführt, eroberte der Teestrauch nach der Eröffnung der ersten Teeplantage (1867) binnen drei Jahrzehnten das gesamte Bergland, welches mit seinen niedrigen Temperaturen das ganze Jahr hindurch, der jährlichen Niederschlagsmenge und der Luftfeuchte ein ideales Klima zum Teeanbau bietet. Bis heute unverändert erfolgt die Teelese per Hand und nach der bewährten Pflückregel "zwei Blätter und die Knospe". Der auf Sri Lanka erst seit Beginn dieses Jahrhunderts systematisch angepflanzte Kautschukbaum ist sowohl nach seiner Verbreitung die zweitwichtigste Dauerkultur - der Exportanteil ist allerdings auf Grund von Neuen Materialien in der Gummiherstellung gesunken. Der Gewürzanbau spielt nur noch eine untergeordnete Rolle. Zwar werden noch immer Pfeffer, Kardamom, Ingwer, Nelken und Muskatnuß exportiert, aber nur bei Zimt , der auf der Insel seine Heimat hat und den kolonialen Anreiz der Insel ausübte ist Sri Lankas einer der größeren Weltmarktlieferanten. Wenn Sie während Ihres Urlaubes Souvenirs, Tee und Gewürze einkaufen wollen, müssen Sie auf Folgendes achten: Export - Zoll Bei Einreise über den Luftweg in den Schengenraum beträgt die Freigrenze für importierte Waren 430 € (1000/- Rs). Dieser Betrag sollte, um Zollgebühren zu vermeiden, nach Möglichkeit nicht überschritten werden (Rechnungen aufheben). Die Tee-Steuer wurde in Deutschland bereits vor etlichen Jahren abgeschafft, es gibt somit keine limitierte Höchstmenge.  Alkoholika: Zwei normale Flaschen Wein sowie eineinhalb Liter Spirituosen. Verboten/ Beschänkt: Export bestimmter Güter aus Sri Lanka ist verboten oder beschränkt. Dies schließt wertvolle Metalle (Platin, Gold, Silber in jeder Form), Edelsteine und Halbedelsteine (geschliffen und ungeschliffen), Tiere, Vögel, Reptilien und Teile davon (außer Haustieren), gefährliche Drogen und Betäubungsmittel, Elfenbeinprodukte selbst in Verbindung mit Juwelen, Gegenstände aus Fauna und Flora, obszöne und zersetzende Bilder und Literatur sowie Landeswährung von mehr als 250/- Rs. ein. Alle vorher angeführten Güter müssen angemeldet werden. Exporte von Feuerwaffen, Munition, Sprengstoff und gefährlichen Waffen ist strengstens untersagt. Industrie: Die Industrie steckt trotz staatlicher Förderung und ausländischen Etwicklungshilfen in den Anfängen. Hauptursache hierfür sind der Mangel an Bodenschätzen (außer Edelsteinen und Graphit) sowie die einstigen kolonialbritischen Agrarinteressen, die eine industrielle Erschließung bis 1948 vernachlässigten. Tourismus: Sri Lanka verspricht sich vom Fremdenverkehr einen erfolgreichen Beitrag zur Sanierung seiner schwachen Wirtschaft. Aber der in den 70er Jahren stark expandierte Badetourismus, gekoppelt mit einer Bildungs-Rundreise durch das landesinnere, wurde durch die schweren ethnischen Auseinandersetzungen  1983 - 2009 stark geschwächt.    

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